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17 Juli 2014

Von verhindertem Sonnenaufgang und tagelangem Ziwiebelgeruch

Also manchmal kommts ja wirklich ganz dick und wenn es auch nur darum geht den Geruch vom Färben wieder aus der Bude zu bekommen ... und dabei waren es doch nur Zwiebelschalen mit denen ich endlich und zum ersten Mal gefärbt habe! Aber es scheint so als wenn dieser Zwiebel/Essig-Geruch einfach in den Küchenkacheln hängen geblieben wäre. EGAL!!! Das Ergebnis zählt und das ist ganz nach meinem Geschmack!


Zunächst einmal die Zwiebelschalen *freischnauze* in das Wasser, kurz angekocht und dann direkt die Sockenwolle dazu ... im Strang und noch verzwirbelt weil ich mir gedacht habe, dass es vielleicht einen schönen Effekt gibt, wenn die Wolle die Farbe unterschiedlich annimmt.
Nach 50 Minuten habe ich den Strang heraus genommen und das Ergebnis war schon mal dieses:


Gar nicht dumm habe ich mal direkt einen zweiten Strang rein geworfen, diesmal aber offen!
Die Färbung ist erwartungsgemäß heller geworden und natürlich etwas gleichmäßiger.


Und weils so schön war und ich sooooooo viel Zwiebelschalen hatte mußten in einer 2ten Fuhre gleich noch einmal 2 Stränge dran glauben. Mir gefallen diese Brauntöne ganz wundervoll!


Nun zu dem verhinderten Sonnenaufgang :-D  Nachdem ich heute morgen schon um kurz vor 5 wach war mußte mein Schatz dran glauben. Ich bildete mir ein unbedingt mit Tee und Decke an unser Wasser zu müssen und von der Spitze der Kribbe aus den Sonnenaufgang zu beobachten. Also flugs raus aus den Federn und rein in die Jeans. Einen guten englischen Tee aufgebrüht, Thermoskanne, Tassen und Picknickdecke in den Korb gepackt und los. Der Rhein ist ca. 200 Meter entfernt und wir waren schwupps da ... oh weh ... zunächst einmal Enttäuschung. Die letzten 2 Tage ist das Wasser wohl über die Kribben gestiegen und so war nichts mit Sonnenaufgang beobachten. 


Na dann eben nicht! Die Decke auf die Parkbank gelegt, Tee eingeschüttet und das Wasser beobachtet. Auch schön ... und so ruhig! Denkt man zumindest zunächst einmal! Aber wenn es ganz *still* ist dann merkt man erst welch ein Grundlärm rundherum besteht! Und diesen Grundlärm hört man erst wenn der zusätzliche Tageslärm (noch) nicht zugange ist!
Schön wars trotzdem und ein wunderbarer Tageseinstieg!
Weil der Tag so schön angefangen hat geht er auch so weiter! Zwetschgen-Marmelade haben wir noch gemacht und ich habe mit einer Bastelei für Freunde angefangen, die wir nächste Woche besuchen ... Tagesfreizeit (wie eine Freundin sagt) ist schon was Feines! Und zu guter Letzt nun noch ein Foto von der Wiese gegenüber ... ist das nicht ein herrlicher Anblick?!





16 Oktober 2013

...ein Kessel

... ja was denn?
Taglilien - während der Blütezeit jeden Morgen gesammelt. Die Blüten des vorigen Tages abgeknipst, eingefroren, abgeknipst, eingefroren ... am Ende waren es 3280 Gramm ... schon eine ganze Menge, gell?! Am Abend in 8 Litern Wasser angesetzt - gleichzeitig 500 Gramm Wolle vom  Oberbergischen Senfschaf  in  Kaltbeize AL  getaucht. Heute Abend werde ich den Sud aufkochen und die Wolle färben. Dann sollen noch 2 Züge mit jeweils 500 Gramm folgen.

15 August 2013

*Maluka*

Juchuuuu
Fertig
:-)
Das  *Maluka*  von Bea Schmidt. Eine kostenlose Anleitung auf Ravelry
Ich habe die mit Taglilie gefärbte Merino/Seide Mischung (109 g) dafür hergenommen
Nach Baden und Trocknen ist die Größe nun ca. 130 x 42 cm
Eigentlich wollte ich nachspinnen und -färben, damit ein groooooßes Tuch draus wird
Aber ich habe mich doch dafür entschieden, einfach nur so groß zu stricken,
wie die Wolle reicht

Hat genau für die Anleitung gereicht und nun stricke ich das Tuch noch einmal in
einer anderen Wolle und Färbung einfach größer!

So wie es jetzt ist finde ich es als Schal sehr schön...




21 April 2013

Taglilienfärbung

Heute hab ich meine im letzten Jahr gesammelten und eingefrorenen Taglilienblüten verarbeitet.
Es waren ca 1,4 kg. Angesetzt in 5 Liter Wasser. Die Wolle, Rest der Merino/Seidenmischung, habe ich wie immer mit Kaltbeize AL über nacht gebeizt. 
Vorgestellt hatte ich mir aufgrund der Abfärbungen auf meinen Fingern beim Ernten der Blüten ein rot bis rotbraun...Nun ja...
Leider mußte ich dann heute auch feststellen, dass ich NICHT multitaskingfähig bin!
Der Blütenwasseransatz sollte eine Stunde bei ca 90 °C köcheln...hm...der Wasserbehälter der Kaffeemaschine sieht aber nicht gut aus...den mach ich mal schnell sauber...SCHWUPPS...der Blütenwasseransatz siedet sprudelnd vor sich hin und ich ahnte schon, dass das für die Färbung nicht förderlich sein kann. Das vorher noch so schön tiefrote Wasser hatte nun eine bräunliche Farbe...alles Ärgern nutzt ja nix. Also rein mit der Wolle und eine Stunde köcheln...diesmal MIT ständiger Überwachung! Herausgekommen ist diese Farbe:

Auf dem Foto kommt das gar nicht so raus...es ist mehr grünlich blau!

Eigentlich gar nicht uninteressant. Die Seide und die Merinowolle haben ganz offensichtlich die Farbe unterschiedlich angenommen. Ich nehme an, wenn ich genau diese Farbe nochmal ansetzen will, dann wird das niiiiiiee gelingen...also freu ich mich mal über diesen Zufall und sammle demnächst neue Taglilienblüten...

Ich wünsche Euch einen schönen Restsonntag


15 April 2013

Ringelblume

Am Wochenende hab ich die Merino/Seidenmischung mit Ringelblume gefärbt
Ich hatte zwar *nur* 78 Gramm für die 134 g Wolle...aber ich finde die Farbe doch sehr schön!
Ein zartes Gelb
Vorbehandelt habe ich mit Kaltbeize AL


 nun trocknet der Strang und wird dann zu Stulpen für meine sammelfreudige Schwiegermama...
 

10 April 2013

Gespinnste

Es gibt ja Tage, da möchte man sich seine Hirngespinnste am liebsten abgewöhnen...
und dann gibt es Tage, da werden andere einfach fertig...
Gestern war so ein Tag. Ich habe endlich die Spule mit der Merino/Seiden-Mischung
fertig bekommen und bin nun froh auch mal wieder etwas farbiges und eventuell auch
grobes verspinnen zu können!
Der Strang hat 642 Meter und 134 g, was einer LL von 479 Metern auf 100 g entspricht.
Und er ist soooooo weich und der Glanz ist wunderschön! Daraus bekommt meine Schwiegermama etwas gestrickt, die mir in mühevoller Kleinarbeit Ringelblumenblüten gesammelt und getrocknet hat. Also wird der Strang auch noch mit Ringelblume gefärbt.
Ich denke, daran wird sie sich sehr erfreuen!


05 September 2012

Kermesbeere Klappe/die Zweite

Hm...also, wie soll ich sagen?!
Das erste Ergebnis war abslut enttäuschend!!!
Die mit Kaltbeize AL vorbehandelte Wolle hab ich wie immer in die Flotte geschmissen und mich eigentlich gar nicht gewundert, dass da nix bei rum gekommen ist!
Zunächst einmal hatte ich die Fruchtstände in einem Netz in das Wasser gegeben und innerhalb von ein paar Minuten war das Wasser brombeerfarben...da ich bis jetzt immer alle Pflanzen ausgekocht habe, hab ich das diesmal auch gemacht. Und da sah das Ganze dann schon recht fade aus. Die Brühe war nicht mehr brombeerfarben sondern braun! Okeeee...trotzdem die Wolle hineingegeben und leicht köcheln lassen. Es passierte NIX. Nach einer Stunde war dann diese Farbe erreicht:

hellgrün


Sehr seltsam...lieber nochmal nachlesen!
Aha...aaaaahhja...sauer muß die Flotte sein und darf nicht über 60 °C kommen!
Lesen erleichtert die Wissensfindung und diesmal waren tatsächlich das Schwarze die Buchstaben!
*grmpf*
Also flott ans Werk und das Ganze nochmal!
Fruchtstände im Netz rein ins (Essig)wasser und mittels Thermometer schön langsam an die 60 °C rangeführt. Das Netz dann schön ausgedrückt und die Wolle hinein gegeben. Eine Stunde bei der angegeben Temperatur ziehen lassen.
In der Flotte sah das dann so aus:

beerig...schon besser
 Nach einer Stunde rausgenommen, abkühlen lassen, ausgespült...TJÄÄÄÄ...wirklich schön find ich das immer noch nicht! 


Und auf dem Trockenständer stellt sich die Färbung nun so dar:


Vielleicht ist die Wolle dann gekämmt und versponnen ja ein Traum...allerdings hab ich eben zusätzlich auch noch gelesen, dass die Kermesbeerenfärbung wohl nicht lichtecht ist! Also abwarten und Tee Kaffee trinken. Morgen mehr zu dem Thema (dass ich aber auch immer nich abwarten kann...)

Kermesbeere

Die Kermesbeere ist eine Staude, die weiße Blütenstände hervorbringt welche sich Anfang September dann in Fruchtstände entwickeln, die einen ganz besonderen Charme besitzen.
Die Kerzen sehen aus, als wenn rundum dicke Brombeeren sich ein Stelldichein gäben.
Die Kermesbeere ist in allen Teilen giftig! Jedoch gibt es verschiedene Arten. Die hier meist kultivierte  Asiatische Kermesbeere  ist potenziell giftig, allerdings wesentlich weniger als die amerikanische Kermesbeere, die auch ein ganz anderes Aussehen hat! Trotzdem sollte man Kleinkinder von den verführerischen Früchten fernhalten! Auch als  Heilpflanze  wird die Kermesbeere genutzt.  In diesem Blog  sind wunderschöne Fotos der asiatischen Kermesbeere.
Gestern habe ich von meiner Schwester einen Eimer reife Früchte bekommen. 



Diese werde ich heute mit Wolle vom Oberbergischen Senfschaf vereinigen und bin schon gespannt auf das Färbeergebnis!

11 August 2012

Nun ja....

...okay...ich weiß!
Es ist nicht wirklich die Zeit für Schals. Bei 24,5°C ist das wirklich etwas übertrieben  :-)
Aber das gute Stück ist nun mal gerade fertig geworden und ich freu mich wie jeck!
Ein einfacher Loop zwar nur, aber das Besondere daran ist die Wolle selber.
Das erste Teil aus der Wolle vom gemeinen Oberbergischen Senfschaf

Die Faser hatte ich als 3ten Zug mit Frauenmantel gefärbt, teilweise gekämmt und
teilweise kardiert und dann gesponnen und doppelt gezwirnt.
Der Loop ist italienisch angeschlagen, 80 Maschen, 60 Reihen, rechts-links, mit 7er Nadeln...
und sooooooooo weich!!! Ich bin total glücklich, dass ich diese Wolle bekommen habe!


10 Juli 2012

Frauenmantel

Heute meine erste Pflanzenfärbung mit  Frauenmantel
Wenn ich ehrlich bin, bin ich ein wenig enttäuscht...
ich hatte mir eine zartere Farbe erwartet, grünlicher
Links oben Merino im 1. Zug
darunter Merino im 2. Zug
und rechts ein Versuch auf ungebeizter Rohwolle vom oberbergischen Senfschaf im 3. Zug
Nun erstmal alles trocknen lassen und dann schauen wir weiter...


17 Juni 2012

Pflanzenfärbung

Meine erste Pflanzenfärbung
Birke auf Coburger Fuchsschaf 
Gesponnen und verzwirnt habe ich auf einem Louet S10, das ich mir zum Ausprobieren

ausgeliehen habe.  Das ging eigentlich recht schnell und ich habe mir von dieser Wolle
schon nachbestellt, denn ich habe ein ganz bestimmtes Ziel *NichtKleckern-Klotzen*

gell Silvia :-) 
Die Stränge habe ich mit Kaltbeize AL nach Harboth gebeizt. Leider habe ich die fertige
Mischung nicht so schnell bekommen, wie ich sie brauchte. So war es aber auch nicht schlimm, denn ich habe die einzelnen Bestandteile bei  Kremer-Pigmente  bestellen können. Nach 2 Tagen war alles da und das Zusammenmischen macht nicht viel Arbeit. Wichtig war für mich die schonendere Beizung der Wolle und dass sich diese Beize öfter wieder verwenden läßt...


Das Rezept: 
-100 g Alaun in 1 Liter heißem Wasser auflösen und abkühlen lassen
-73 ml 25%ige Essigessnz dazugeben
-31 g kalzinierte Soda in 1 Liter kaltem Wasser auflösen
-die Sodalösung nach und nach in die Alaunlösung geben (VORSICHT: Mischung braust auf!)
-10 g Weinsäure dazugeben
-bis 5 Liter auffüllen


Die Wolle wird 8 bis 12 Stunden eingelegt. Komplett untertauchen sodass alle Luft entweicht.
Bei längerer Nutzung der Beize kann sich die Beizzeit entsprechend verlängern


Ich habe Birkenlaub frisch gepflückt und dann in einem großen Topf in etwa 8 Litern Wasser eine Stunde gekocht. 
Die über Nacht gebeizte Wolle ausgedrückt und in dem Sud ebenfalls eine Stunde lang geköchelt... 
Verhältnis Birkenlaub - Wolle 2 : 1

Die Wolle habe ich im Sud auskühlen lassen, mit wenig Wollwaschmittel gewaschen und dann gespült, bis keine Farbe mehr rauskam... UND ich bin sooooo stolz!!!
Vorgestellt hatte ich mir auf dem beige-melierten Fuchs ein Senfgelb und genau diese Farbe ist auch rausgekommen.
Jetzt hängt die Wolle draußen zum Trocknen und ich freue mich auf die Weiterverarbeitung!