... ja was denn?
Taglilien - während der Blütezeit jeden Morgen gesammelt. Die Blüten des vorigen Tages abgeknipst, eingefroren, abgeknipst, eingefroren ... am Ende waren es 3280 Gramm ... schon eine ganze Menge, gell?! Am Abend in 8 Litern Wasser angesetzt - gleichzeitig 500 Gramm Wolle vom Oberbergischen Senfschaf in Kaltbeize AL getaucht. Heute Abend werde ich den Sud aufkochen und die Wolle färben. Dann sollen noch 2 Züge mit jeweils 500 Gramm folgen.
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16 Oktober 2013
21 April 2013
Taglilienfärbung
Heute hab ich meine im letzten Jahr gesammelten und eingefrorenen Taglilienblüten verarbeitet.
Es waren ca 1,4 kg. Angesetzt in 5 Liter Wasser. Die Wolle, Rest der Merino/Seidenmischung, habe ich wie immer mit Kaltbeize AL über nacht gebeizt.
Vorgestellt hatte ich mir aufgrund der Abfärbungen auf meinen Fingern beim Ernten der Blüten ein rot bis rotbraun...Nun ja...
Leider mußte ich dann heute auch feststellen, dass ich NICHT multitaskingfähig bin!
Der Blütenwasseransatz sollte eine Stunde bei ca 90 °C köcheln...hm...der Wasserbehälter der Kaffeemaschine sieht aber nicht gut aus...den mach ich mal schnell sauber...SCHWUPPS...der Blütenwasseransatz siedet sprudelnd vor sich hin und ich ahnte schon, dass das für die Färbung nicht förderlich sein kann. Das vorher noch so schön tiefrote Wasser hatte nun eine bräunliche Farbe...alles Ärgern nutzt ja nix. Also rein mit der Wolle und eine Stunde köcheln...diesmal MIT ständiger Überwachung! Herausgekommen ist diese Farbe:
Eigentlich gar nicht uninteressant. Die Seide und die Merinowolle haben ganz offensichtlich die Farbe unterschiedlich angenommen. Ich nehme an, wenn ich genau diese Farbe nochmal ansetzen will, dann wird das niiiiiiee gelingen...also freu ich mich mal über diesen Zufall und sammle demnächst neue Taglilienblüten...
Ich wünsche Euch einen schönen Restsonntag
Es waren ca 1,4 kg. Angesetzt in 5 Liter Wasser. Die Wolle, Rest der Merino/Seidenmischung, habe ich wie immer mit Kaltbeize AL über nacht gebeizt.
Vorgestellt hatte ich mir aufgrund der Abfärbungen auf meinen Fingern beim Ernten der Blüten ein rot bis rotbraun...Nun ja...
Leider mußte ich dann heute auch feststellen, dass ich NICHT multitaskingfähig bin!
Der Blütenwasseransatz sollte eine Stunde bei ca 90 °C köcheln...hm...der Wasserbehälter der Kaffeemaschine sieht aber nicht gut aus...den mach ich mal schnell sauber...SCHWUPPS...der Blütenwasseransatz siedet sprudelnd vor sich hin und ich ahnte schon, dass das für die Färbung nicht förderlich sein kann. Das vorher noch so schön tiefrote Wasser hatte nun eine bräunliche Farbe...alles Ärgern nutzt ja nix. Also rein mit der Wolle und eine Stunde köcheln...diesmal MIT ständiger Überwachung! Herausgekommen ist diese Farbe:
Auf dem Foto kommt das gar nicht so raus...es ist mehr grünlich blau!
Eigentlich gar nicht uninteressant. Die Seide und die Merinowolle haben ganz offensichtlich die Farbe unterschiedlich angenommen. Ich nehme an, wenn ich genau diese Farbe nochmal ansetzen will, dann wird das niiiiiiee gelingen...also freu ich mich mal über diesen Zufall und sammle demnächst neue Taglilienblüten...
Ich wünsche Euch einen schönen Restsonntag
05 September 2012
Kermesbeere Klappe/die Zweite
Hm...also, wie soll ich sagen?!
Das erste Ergebnis war abslut enttäuschend!!!
Die mit Kaltbeize AL vorbehandelte Wolle hab ich wie immer in die Flotte geschmissen und micheigentlich gar nicht gewundert, dass da nix bei rum gekommen ist!
Zunächst einmal hatte ich die Fruchtstände in einem Netz in das Wasser gegeben und innerhalb von ein paar Minuten war das Wasser brombeerfarben...da ich bis jetzt immer alle Pflanzen ausgekocht habe, hab ich das diesmal auch gemacht. Und da sah das Ganze dann schon recht fade aus. Die Brühe war nicht mehr brombeerfarben sondern braun! Okeeee...trotzdem die Wolle hineingegeben und leicht köcheln lassen. Es passierte NIX. Nach einer Stunde war dann diese Farbe erreicht:
Und auf dem Trockenständer stellt sich die Färbung nun so dar:
Vielleicht ist die Wolle dann gekämmt und versponnen ja ein Traum...allerdings hab ich eben zusätzlich auch noch gelesen, dass die Kermesbeerenfärbung wohl nicht lichtecht ist! Also abwarten undTee Kaffee trinken. Morgen mehr zu dem Thema (dass ich aber auch immer nich abwarten kann...)
Das erste Ergebnis war abslut enttäuschend!!!
Die mit Kaltbeize AL vorbehandelte Wolle hab ich wie immer in die Flotte geschmissen und mich
Zunächst einmal hatte ich die Fruchtstände in einem Netz in das Wasser gegeben und innerhalb von ein paar Minuten war das Wasser brombeerfarben...da ich bis jetzt immer alle Pflanzen ausgekocht habe, hab ich das diesmal auch gemacht. Und da sah das Ganze dann schon recht fade aus. Die Brühe war nicht mehr brombeerfarben sondern braun! Okeeee...trotzdem die Wolle hineingegeben und leicht köcheln lassen. Es passierte NIX. Nach einer Stunde war dann diese Farbe erreicht:
| hellgrün |
Sehr seltsam...lieber nochmal nachlesen!
Aha...aaaaahhja...sauer muß die Flotte sein und darf nicht über 60 °C kommen!
Lesen erleichtert die Wissensfindung und diesmal waren tatsächlich das Schwarze die Buchstaben!
*grmpf*
Also flott ans Werk und das Ganze nochmal!
Fruchtstände im Netz rein ins (Essig)wasser und mittels Thermometer schön langsam an die 60 °C rangeführt. Das Netz dann schön ausgedrückt und die Wolle hinein gegeben. Eine Stunde bei der angegeben Temperatur ziehen lassen.
In der Flotte sah das dann so aus:
| beerig...schon besser |
Nach einer Stunde rausgenommen, abkühlen lassen, ausgespült...TJÄÄÄÄ...wirklich schön find ich das immer noch nicht!
Vielleicht ist die Wolle dann gekämmt und versponnen ja ein Traum...allerdings hab ich eben zusätzlich auch noch gelesen, dass die Kermesbeerenfärbung wohl nicht lichtecht ist! Also abwarten und
17 Juni 2012
Pflanzenfärbung
Meine erste Pflanzenfärbung
Birke auf Coburger Fuchsschaf
Gesponnen und verzwirnt habe ich auf einem Louet S10, das ich mir zum Ausprobieren
ausgeliehen habe. Das ging eigentlich recht schnell und ich habe mir von dieser Wolle
schon nachbestellt, denn ich habe ein ganz bestimmtes Ziel *NichtKleckern-Klotzen*
gell Silvia :-)
Die Stränge habe ich mit Kaltbeize AL nach Harboth gebeizt. Leider habe ich die fertige
Mischung nicht so schnell bekommen, wie ich sie brauchte. So war es aber auch nicht schlimm, denn ich habe die einzelnen Bestandteile bei Kremer-Pigmente bestellen können. Nach 2 Tagen war alles da und das Zusammenmischen macht nicht viel Arbeit. Wichtig war für mich die schonendere Beizung der Wolle und dass sich diese Beize öfter wieder verwenden läßt...
Das Rezept:
-100 g Alaun in 1 Liter heißem Wasser auflösen und abkühlen lassen
-73 ml 25%ige Essigessnz dazugeben
-31 g kalzinierte Soda in 1 Liter kaltem Wasser auflösen
-die Sodalösung nach und nach in die Alaunlösung geben (VORSICHT: Mischung braust auf!)
-10 g Weinsäure dazugeben
-bis 5 Liter auffüllen
Die Wolle wird 8 bis 12 Stunden eingelegt. Komplett untertauchen sodass alle Luft entweicht.
Bei längerer Nutzung der Beize kann sich die Beizzeit entsprechend verlängern
Ich habe Birkenlaub frisch gepflückt und dann in einem großen Topf in etwa 8 Litern Wasser eine Stunde gekocht.
Die über Nacht gebeizte Wolle ausgedrückt und in dem Sud ebenfalls eine Stunde lang geköchelt...
Verhältnis Birkenlaub - Wolle 2 : 1
Die Wolle habe ich im Sud auskühlen lassen, mit wenig Wollwaschmittel gewaschen und dann gespült, bis keine Farbe mehr rauskam... UND ich bin sooooo stolz!!!
Vorgestellt hatte ich mir auf dem beige-melierten Fuchs ein Senfgelb und genau diese Farbe ist auch rausgekommen.
Jetzt hängt die Wolle draußen zum Trocknen und ich freue mich auf die Weiterverarbeitung!
Birke auf Coburger Fuchsschaf
Gesponnen und verzwirnt habe ich auf einem Louet S10, das ich mir zum Ausprobieren
ausgeliehen habe. Das ging eigentlich recht schnell und ich habe mir von dieser Wolle
schon nachbestellt, denn ich habe ein ganz bestimmtes Ziel *NichtKleckern-Klotzen*
gell Silvia :-)
Die Stränge habe ich mit Kaltbeize AL nach Harboth gebeizt. Leider habe ich die fertige
Mischung nicht so schnell bekommen, wie ich sie brauchte. So war es aber auch nicht schlimm, denn ich habe die einzelnen Bestandteile bei Kremer-Pigmente bestellen können. Nach 2 Tagen war alles da und das Zusammenmischen macht nicht viel Arbeit. Wichtig war für mich die schonendere Beizung der Wolle und dass sich diese Beize öfter wieder verwenden läßt...
Das Rezept:
-100 g Alaun in 1 Liter heißem Wasser auflösen und abkühlen lassen
-73 ml 25%ige Essigessnz dazugeben
-31 g kalzinierte Soda in 1 Liter kaltem Wasser auflösen
-die Sodalösung nach und nach in die Alaunlösung geben (VORSICHT: Mischung braust auf!)
-10 g Weinsäure dazugeben
-bis 5 Liter auffüllen
Die Wolle wird 8 bis 12 Stunden eingelegt. Komplett untertauchen sodass alle Luft entweicht.
Bei längerer Nutzung der Beize kann sich die Beizzeit entsprechend verlängern
Ich habe Birkenlaub frisch gepflückt und dann in einem großen Topf in etwa 8 Litern Wasser eine Stunde gekocht.
Verhältnis Birkenlaub - Wolle 2 : 1
Die Wolle habe ich im Sud auskühlen lassen, mit wenig Wollwaschmittel gewaschen und dann gespült, bis keine Farbe mehr rauskam... UND ich bin sooooo stolz!!!
Vorgestellt hatte ich mir auf dem beige-melierten Fuchs ein Senfgelb und genau diese Farbe ist auch rausgekommen.
Jetzt hängt die Wolle draußen zum Trocknen und ich freue mich auf die Weiterverarbeitung!
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